Österreich

Bereits zwischen den 30er- und den 60er-Jahren stellten verschiedene österreichische Firmen Spielzeugautos her, teilweise nach einheimischen Vorbildern. Der Reifenhersteller Semperit produzierte Automodelle aus Hartgummi im angenäherten Massstab 1:43, und Plastikautos wurden von GOWI, HG, Hoffmann, Proxima und anderen herausgebracht. Später wurde der Modellbahn-Hersteller Roco zum wichtigsten Produzenten von Modellfahrzeugen in Österreich. Die 1960 in Salzburg gegründete Firma bietet neben Modellbahnen auch Plastikmodelle von Nutzfahrzeugen im Massstab 1:87 an. In dieser Modellreihe sind auch einige detaillierte Modelle nach Vorbildern der österreichischen Marke Steyr-Puch vertreten. Wenig bekannt sind die Plastikmodelle in den Massstäben 1:45 und 1:66, die Roco in den 60er-Jahren anbot. Der Wiener Modellbahnhersteller Kleinbahn produziert seit den 80er-Jahren Modelle von Steyr-Lastwagen im Massstab 1:87. Ein weiterer österreichischer Modell-Produzent, Trident, ist auf amerikanische Nutzfahrzeuge im Massstab 1:87 spezialisiert, und der Wiener Kleinserienhersteller ALO konzentriert sich auf Busmodelle nach österreichischen Vorbildern. Modelle nach österreichischen Vorbildern gibt es aber nicht nur von Roco, Kleinbahn und ALO. So produzierte zum Beispiel die deutsche Firma Cursor einen Steyr-Bus im Massstab 1:50 und den Wagen des letzten österreichischen Kaisers, einen Gräf & Stift von 1913, im Massstab 1:35. Vitesse aus Portugal und Brumm aus Italien haben Modelle des Steyr Puch 500 (eine österreichische Version des Fiat 500) im Massstab 1:43 herausgebracht, Austro-Daimler-Modelle sind in den Programmen von Masterpiece (hauptsächlich im Massstab 1:87, aber auch in 1:43 und 1:18) und Altaya (in 1:43) zu finden, Steyr-Oldtimer unter anderem bei BoS und Neo, KTM-Sportwagen bei Siku und Spark. Eine ganze Serie von historischen österreichischen Nutzfahrzeugen im Massstab 1:87 wird von Starline Models hergestellt. Von den Feuerwehrfahrzeugen der Firma Rosenbauer gibt es Modelle von Cursor, Siku und Wiking, den Puch Haflinger gibt es als 1:87-Modell von Bub, Budig brachte ein Kleinserienmodell des Felber-Autorollers von 1952 heraus, andere seltene Autos aus Österreich sind bei Autocult im Programm, und auch der erste Porsche-Sportwagen aus dem Jahr 1948, der noch nicht in Stuttgart-Zuffenhausen, sondern im österreichischen Gmünd entstand, wurde von verschiedenen Herstellern als Modellauto nachgebildet.

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