Dänemark

Bereits vor dem zweiten Weltkrieg produzierte die dänische Firma Birk Diecast-Modelle, die auf Produkten des amerikanischen Herstellers Tootsietoy basierten. In den 50er- und 60er-Jahren stellten mehrere weitere dänische Firmen Modellautos in Grossserie her. Der Spielzeugproduzent Lego bot zwischen 1955 und 1968 neben Kunststoff-Bausteinen auch eine Serie mit Modellautos im Massstab 1:87 an. Die verglasten Auto- und Lastwagenmodelle bestanden aus Kunststoff und verfügten über Stahlachsen und –räder. Ähnliche Modelle waren in den 50er-Jahren bereits von der Firma Pilot herausgebracht worden. Ausserdem gab es von Lego auch einzelne Plastikmodelle in grösseren Massstäben (1:38, 1:43). Zur gleichen Zeit produzierte die Firma Tekno exakt detaillierte Modelle aus Metall in den Massstäben 1:43 (Autos) und 1:50 (Lastwagen). Nicht zuletzt wegen der unrentablen Produktion der aufwendigen Modelle ging Tekno 1972 in Konkurs. Zuletzt wurden die Modelle noch kurze Zeit unter dem Namen Kirk angeboten. 1974 übernahm der Holländer John van Min die Rechte am Namen Tekno, verlegte den Firmensitz in die Niederlande und begann die Produktion von Lastwagen-Modellen. Ein weiterer dänischer Hersteller von Modellautos aus Diecast war Vilmer: Hier entstanden von 1952 bis 1971 Auto- und Lastwagenmodelle in den Massstäben 1:43 bis 1:50. Daneben gab es vor allem in den 50er- und 60er-Jahren noch mehr Firmen, die Spielzeug- oder Modellautos aus Metall oder Plastik herstellten, unter anderem BP, Blue Sun, LKE, HP Plast, Tobitoys und Wittrock. Ein aktueller dänischer Hersteller, Epoke, ist auf Kleinserienmodelle von Lastwagen und Bussen im Massstab 1:87 aus Resin spezialisiert. Der dänische Supersportwagen Zenvo ST1 wurde von FrontiArt als detaillierte Resin-Miniatur im Massstab 1:18 und von MSZ Vroom Tech als preiswertes Diecast-Modell in 1:32 herausgebracht.

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