Portugal

Der grösste Hersteller von Automodellen in Portugal war seit den 80er-Jahren Vitesse mit einem grossen Programm von aktuellen Autos und Oldtimern im Massstab 1:43 und Lastwagen im Massstab 1:50. Vitesse bot bis zum Konkurs 2001 unter verschiedenen Labels Modelle an (Vitesse: Strassen- und Rallyeautos; Onyx: Formel-1- und Renntourenwagen; Quartzo: historische Rennwagen und NASCAR-Modelle; City: Nutzfahrzeuge) und produzierte auch im Auftrag anderer Hersteller, etwa die Rextoys-Modelle für den Schweizer Modellbahnspezialisten Fulgurex. Um 1995 wurde die Produktion nach China verlagert, und mehrere chinesische Firmen bauten nach 2001 Modelle aus Vitesse-Formen weiter. Ein weiterer portugiesischer Modell-Hersteller ist die Firma Troféu, die seit 1990 vornehmlich Rallye-Fahrzeuge im Massstab 1:43 produziert. Schliesslich liess auch die Schweizer Firma Tek-Hoby eine Reihe von Modellautos aus Resin in Portugal herstellen. Portugiesische Modellautos gab es allerdings schon vor Jahrzehnten: Jato, Osul, Leiria, Radar und andere sowie später auch Pe-Pe stellten Kunststoffmodelle in verschiedenen, meist grösseren Massstäben her, Ribeirinho kopierte Modelle von Wiking aus Deutschland, Metosul produzierte von 1965 bis 1990 Wiederauflagen alter Modelle von Corgi, Solido und anderen Herstellern, Luso hatte in den 70er-Jahren Diecast- und Plastikmodelle im Massstab 1:43 im Angebot, und Novacar und Poliguri hatten Spielzeugautos aus Diecast im angenäherten Massstab 1:60 im Programm. In den 80er-Jahren fertigten auch die französischen Hersteller Solido und Norev Modellautos in Portugal. Modelle von Originalfahrzeugen aus Portugal sind sehr selten, vom Geländewagen UMM Alter ist aber eine Feuerwehr-Version in einer Sammelserie von Del Prado erschienen.

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